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- Item number
- NM3753
- ISMN
- 979-0-2032-6360-9
- EAN
- 978-3-7333-3129-0
€32.80incl. VAT, plus shipping
Description
year of composition: 2005, rev. 2006, 2023
„Der slowenische Komponist und Klarinettist Uroš Rojko (* 1954) kann auf eine lange und beeindruckende Karriere zurückblicken. Nach einem Kompositionsstudium bei Klaus Huber und später auch bei György Ligeti in Hamburg konnte er sich dank etlicher internationaler Auszeichnungen – Premio Europa (1985), Gaudeamus-Preis Amsterdam (1986), Internationaler Kompositionspreis Wien (1991) u.a. – schnell als eigenständige Größe in der Neue-Musik-Szene etablieren. Seine Werke werden weltweit aufgeführt. Seit 1995 hat Rojko eine Kompositionsprofessur an der Musikakademie in Ljubljana inne, und seit 2000 tritt er wieder vermehrt als Klarinettist auf. Die enge Verbundenheit mit diesem Instrument prägt auch Rojkos Kompositionen ihren Stempel auf.
Uroš Rojkos kompositorisches Schaffen ist ungemein vielfältig und reicht von Solowerken für E-Gitarre bis zu groß besetzten Orchesterwerken. Das Klavier spielt dabei eine eher untergeordnete Rolle. Es erscheint vor allem in Werken der Kammermusik. Unter den Werken, die Rojko allein für Klavier geschrieben hat, ragt sein „Piano Motorico" für zwei Klaviere heraus. Allein schon die Tatsache, dass er die erste Fassung von 2005 zweimal überarbeitet hat, zeigt, dass ihm gerade dieses Werk am Herzen liegt. [...] Das einsätzige Stück gliedert sich in mehrere, durch kontrastierende Satztypen – horizontal, vertikal, melodisch, rhythmisch – voneinander unterschiedene Teile. In den langen ein- bis zweistimmigen Passagen kommt der Klarinettist Uroš Rojko zur Geltung. Das Attribut „Motorico" kann auf die im rasenden Tempo (Viertel = 144) ablaufenden Abschnitte bezogen werden, trifft aber vor allem auf den „Ruvido e molto rumoroso überschriebenen Abschnitt zu, in dem beide Klaviere im zügigen Achtelpuls zunächst gleichzeitig, dann auch alternierend Dreiklänge in die Tasten hämmern (fff). Das ist für die Pianisten noch der unproblematischste Teil. In den temporeichen Abschnitten müssen wesentlich vertracktere Texturen bewältigt werden, da es sonst sehr holprig werden kann. Die vertikale Anordnung von Primo und Secondo kann da für das Zusammenspiel sehr hilfreich sein. Auf jeden Fall sollte das Klavierduo für die Darbietung einige Erfahrung mit moderner Klaviermusik mitbringen. In der vorliegenden Ausgabe sind Primo und Secondo auch einzeln enthalten."
Robert Nemecek in PIANONews 2-2024 www.pianonews.de
Abdruck mit freundlicher Genehmigung