Hirschfeld, C. René

Musik für Piano solo

Work details

Year of composition
2019
Opus
op. 139

Ausgaben

  • Purchase material

    Item number
    NM3758
    ISMN
    979-0-2032-6381-4
    EAN
    978-3-7333-3134-4
    €28.79incl. VAT, plus shipping

Description

1. Äußerst langsam

2. Breit, aber mit Nachdruck

3. Sehr bewegt, drängend

4. Freudvoll, mit Glanz

5. Sanglich

6. Klar, quasi sprechend

7. Offen, mit Weite


"C. René Hirschfeld's Music for Piano Solo seems to me to be that rare piece of modern classical music that will have "legs" and survive in the repertory long past the passings of both its composer and its premiere Interpreter [Joshua Rupley]. [...] A mere recommendation is not enough for this quite remarkable and cosmic piece; I can only tell Fanfare readers, "You have to hear this." Hirschfeld's Music for Piano Solo is music for the ages."


Mark Gabrish Conlan, Fanfare, August 2025


"Want List for Mark Gabrish Conlan

A disc of a single work by a single composer came to my attention late in the review period and likewise excited me. It has the bland title "Music for Piano Solo" by composer C. René Hirschfeld, which led me to assume it was a compilation of various Hirschfeld works for piano. Instead, it's a single seven-movement piece that uses some of the techniques of minimalism to create a unique soundscape without sinking to the mind-numbing repetition of minimalism at its worst. Joshua Rupley, who premiered the piece and plays it here, calls it "music for giants or for heavenly bodies, rather than humans." It's certainly a piece you must hear if you're concerned about whether classical music has a future."

Mark Gabrish Conlan, Fanfare, November/Dezember 2025


„Caspar René Hirschfeld wird beim Verlag Neue Musik als „einer der vielseitigsten und interessantesten Komponisten der Gegenwart" geführt, was in diesem Fall keine Übertreibung ist. Denn das Gesamtwerk des heute 60-jährigen Komponisten, der unter anderem an der Dresdner Musikhochschule Carl Maria von Weber Komposition und Violine sowie Klavier und Dirigieren im Nebenfach studierte, umfasst neben Kompositionen für Musiktheater, Ballett, Sinfonik und Kammermusik eben auch ein bemerkenswertes Klavierœuvre mit insgesamt 17 Einzelwerken und Zyklen. Gattungen wie Sonate, Toccata und Nocturne lassen auf einen Komponisten schließen, der sich der großen Klaviermusik-Tradition verpflichtet fühlt. Im Falle der jüngst beim Berliner Verlag Neue Musik veröffentlichten „Musik für Piano solo" bleibt der Traditionsbezug aufgrund des neutralen Titels allerdings relativ unbestimmt. Der Spieler wird sich also vornehmlich mit rein musikalischen Fakten begnügen müssen, und die haben es in sich: Die ganze Musik für Piano solo setzt sich aus sieben pianistisch wie musikalisch anspruchsvollen Teilen – insgesamt 760 Takte – zusammen, die ein zusammenhängendes Ganzes bilden, dessen anfangs noch klare Strukturen sich im weiteren Verlauf allerdings „zunehmend in Freiheit und Weite auflösen", wie es Joshua Rupley, der Pianist der Uraufführung, in seinem sehr lesenswerten Kommentar ausdrückt. Aber bis dahin gibt es klare, von alters her bekannte Strukturen, die dem Ausführenden Halt geben: modale Texturen, die sich über liegenden Grundtönen entwickeln zum Beispiel, was zuweilen an indische Ragas erinnert. Die Teile 5 und 6 mit ihren mal melismatischen, mal choralartigen Abschnitten und ausgedehnten Haltetonfakturen werden vom Geist mittelalterlicher Organa umweht. Die Verknüpfung mit Stilelementen des 20. Jahrhunderts – Cluster, polyrhythmische Strukturen, Obertonreihe etc. – wirkt sehr organisch. Diese Mischung aus Moderne, Mittelalter und Transkulturalität ist gleichermaßen reizvoll wie zeitgemäß. Für Pianisten stellt Hirschfelds Komposition freilich allein schon wegen ihrer Dimensionen – die durchschnittliche Spieldauer beträgt ca. 50 Minuten – eine große Herausforderung dar. Joshua Rupley, der mittlerweile auch eine Einspielung vorgelegt hat (siehe CD-Rezension in diesem Heft), spricht gar von „einer Musik für Riesen". Hirschfelds eigene Einschätzung der Anforderungen kommt etwas sachlicher daher: „Das Werk erfordert, neben virtuosen Fähigkeiten eine hohe Klangkultur in leisesten Bereichen und Mut zu größter Ruhe für die stillen Passagen." Mit der vorliegenden Edition erhält der Interpret eine solide Textgrundlage, auf deren Basis er die stillen ebenso wie die virtuosen Passagen detailliert ausarbeiten kann. Das markante Notenbild der Edition erlaubt ein schnelles Erfassen musikalischer Abläufe und Strukturen. Dieses bedeutende Werk der zeitgenössischen Klaviermusik sollte zum pianistischen Standardrepertoire gehören."

Robert Nemecek, Piano News 4/2025 www.pianonews.de

Abdruck mit freundlicher Genehmigung

„Auf dieser CD [Caspar René Hirschfeld: music for piano solo, TYXart 25197] gibt es zwar nur ein einziges Klavierwerk zu hören, aber dafür ist es auch das pianistische Opus Magnum des Komponisten Caspar René Hirschfeld, der das siebenteilige und etwas mehr als 53 Minuten dauernde Stück zwischen 2017 und 2019 komponierte. Man kann wohl sagen, dass es zu den ganz wenigen zeitgenössischen Klavierwerken gehört, die Vielschichtigkeit mit Klangsinn und Fasslichkeit verbinden. Der amerikanische Pianist Joshua Rupley, der das Stück im Juni 2023 aus der Taufe gehoben hat, stürzt sich mit Leidenschaft und beachtlichem Können in die Musik, deren Windungen und Wandlungen er mal mit detailverliebter Gewissenhaftigkeit, mal wie im Rausch nachvollzieht. Im sehr lesenswerten Kommentar beschreibt er das Riesenwerk als „Ode an die Prozesse von Entstehung und Vergehen im Universum", was man beim Hören durchaus so empfinden kann. Dass er die Spannung von der ersten bis zur letzten Note aufrechterhalte kann, ist vielleicht die größte Leistung des Pianisten, dem für die Aufnahme ein auch bei den pianissimo-Stellen noch sehr gut vernehmbarer Fazioli-Flügel zur Verfügung stand. Eine perfekte Aufnahmetechnik sorgt für den guten Ton. Sehr empfehlenswert, nicht nur für Freunde der zeitgenössischen Musik."

Robert Nemecek, Piano News 4/2025 www.pianonews.de

Abdruck mit freundlicher Genehmigung






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