Hespos, Hans-Joachim

MIAS

  • for clarinet in Eb and large metal plate

Work details

Year of composition
2020

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    Item number
    NM3190
    ISMN
    M-2032-5651-9
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Description

„Klangaktionistischer „Stylus phantasticus": Alles Musizieren und Musikhören steht hier auf dem Prüfstand eines sich unbeugsam allen schlampigen Routinen entziehenden Geistes. So gilt es, mit erhöhter Bereitschaft zu extremen Spielhaltungen vieles vorher Ungeahnte, Rätselhafte zu wagen. „Hochdifferenziert immer wieder neuAndere hörräume aufstoßendem" im ersten Teil (3,5 min.) und fragil-leisem Intermezzo (1,5 min.) folgt „chaotisches toben" (je zwei nach genauem Zeitplan auszuschöpfende Materialpools für Bläser und Schlagduo (6,5 min) und „zäher" Epilog (1,5 min.). Um zahlreiche Symbole für ungewöhnliche Spieltechniken (mehrseitige Legende) und verbale Anweisungen erweiterte Notation, deren Dauern v.a. grafisch proportional aufzufassen sind. Diesem eindringlichen, für Spieler wie Zuhörer im wachküssenden Sinne widerborstigen Stück – dem gleichgesinnten Schlagzeuger Matthias Kaul in memoriam gewidmet – geht in der Partitur Friedrich Schillers abgrundtief schwarze, akustisch assoziationsreiche Fantasie „Die Pest" voraus."

Michael Zwenzner, neue musikzeitung, September 2021

Abdruck mit freundlicher Genehmigung