Work details
- Year of composition
- 2016
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- Item number
- NM2484
- ISMN
- M-2032-3087-8
- EAN
- 978-3-7333-1689-1
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Description
„Leuchtende Klang- und Farbenkunst in postimpressionistischer Manier. Hohe spieltechnische Ansprüche auf Tasten wie im Klavierinnenraum werden mit der Poesie feinfühlig gestalteter Stimmungsbilder verbunden. Konziser Einsatz pianistischer wie klanglicher Techniken. Die ersten vier Etüden einer zwölfteiligen Serie, die mit zunehmender Präparierung des Klaviers einhergeht. Die jeweils neu hinzutretenden Geräusch(kläng)e werden dramaturgisch wirkungsvoll in das jeweils verbleibende, motiv- und satztechnisch vielfältige „ordinario“-Umfeld eingearbeitet. Dramaturgisch wie im gestischen Detail überzeugende Mischung aus musikalischem Tagebuch (mit jeweiligen Angaben zu Ort, Datum und akustischen und wie musikalischen Inspirationen) und technisch ergiebigen pianistischen Etüden, geprägt von hoher Fasslichkeit und ausgeprägter Klangphantasie.“
Michael Zwenzner, neue musikzeitung, Mai 2018
Abdruck mit freundlicher Genehmigung„Es muss György Ligeti gewesen sein, der mit seinem 1985 begonnenen und 16 Jahre später abgeschlossenen Etüdenzyklus (3 Bände) die Klavieretüde wieder salonfähig gemacht hat. Zuerst haben die Pianisten den Zyklus in der Musikwelt bekannt gemacht, danach haben es die Komponisten Ligeti nachgemacht. Das wieder erwachte Interesse an instrumentaler Virtuosität wird ebenfalls eine Rolle gespielt haben. Einige der interessantesten modernen Etüdenzyklen stammen übrigens aus der Feder französischer Komponisten (Pascal Dusapin, Brice Pauset), so dass es einen eigentlich gar nicht wundert, dass es mit Jérôme Combier (* 1971) wieder ein aus Frankreich kommender Komponist ist, der sich mit vier bemerkenswerten Etüden zu Wort meldet. Was dann aber doch ein wenig irritiert, ist de Tatsache, dass das Klavier in Combiers Vita kein einziges Mal auftaucht und seine Werkliste nur zwei Kompositionen für Klavier solo aufweist. Immerhin zeigt sich der Komponist in seiner Kammermusik dem Klavier gegenüber etwas aufgeschlossener. Auf jeden Fall kennt er es im wahrsten Sinne des Wortes in- und auswendig, weil ungewöhnliche Spieltechniken eine große Rolle spielen. […] Zu jeder Etüde gibt es kurze Hinweise zu Stimmung, poetischer Idee und Inspirationsquellen. Da letztere französischen und italienischen Ursprungs sind, ist es sehr zweckdienlich, wenn sich der Interpret in der Musik dieser Länder etwas auskennt. So nimmt die erste Etüde Bezug auf eine recht bekannte Sonate von Scarlatti, die dritte auf Debussys Klavieretüde „Pour les agréments“ und in der vierten Etüde bezieht sich Combier auf den Beginn von Debussys Oper „Pelléas et Mélisande“. Sparsam eingesetzte tonmalerische Elemente (repetierte Noten = Regen, Glockenmotive) helfen der Fantasie auf die Sprünge. Combier pflegt einen extrem entschlackten, mehr der schlanken Linie als dem akkordisch verdichteten Satz verpflichteten Klavierstil, der ein hohes Maß an pianistischer Geläufigkeit erfordert. Der Notentext der Ausgabe ist sehr präzise wiedergegeben, erfordert aber aufgrund der relativ kleinen Punktgröße ein sehr genaues Hinsehen.“
Robert Nemecek in PIANONews 5-2018 www.pianonews.de
Abdruck mit freundlicher Genehmigung
