Chung, Il-Ryun

Etüden neuer Spieltechniken 1-10

  • for solo guitar

Work details

Series
Contemporary Music for Guitar - Collection Reinbert Evers
Publisher
Evers, Reinbert

Ausgaben

  • Purchase material

    Item number
    NM1829
    ISMN
    M-2032-2428-0
    EAN
    978-3-7333-1407-1
    €24.79incl. VAT, plus shipping

Description

Recording of all 10 études by Il-Ryun Chung on YouTube...


1.) BEIDE SEITEN DER SAITEN

2.) LIED MIT TROMMELBEGLEITUNG

3.) PRÄPARIERTE GITARRE NR. 1: DIE LINKE HAND ALLEIN

4.) DEDILLO

5.) PRÄPARIERTE GITARRE NR. 2: ARPEGGIEN MIT ABGEDAEMPFTEN TÖNEN

6.) ETOUFFÉ

7.) KLINGENDES METALL

8.) OUVERTÜRE

9.) SPUR

10.) ZERSTREUTE MELODIEN


„Diese Etüdensammlung ist ein absoluter Meilenstein in der Gitarrenliteratur. Was Sor für das 19. Jh. und Villa-Lobos für das 20. Jh. entwickelt haben, könnte Il-Ryun Chung für das 21. Jh. erreichen. Dies verdeutlicht auch folgender Satz des Autors: „Allen Stücken gemeinsam ist, dass sie nicht nur Etüden für die Fingerfertigkeit in den neuen Spieltechniken darstellen, sondern auch einfach Musikstücke sein sollen."

Es ist Chung gelungen, neue Spieltechniken so zu notieren, dass sie Gitarristen mühelos aufs Griffbrett übertragen können. Oft wird nur ein Effekt ausgewählt, der sich konsequent durchs ganze Stück zieht. Etüde Nr. 1 „Beide Seiten der Saiten" bezieht Töne ein, die bei einer Saite links vom Greifpunkt entstehen. Mit zwei Systemen werden Griffaktion und tatsächlicher Klang dargestellt und bieten den Interpreten alle wichtigen Details kompakt in einem Blick. „Klingendes Metall", die Etüde Nr. 7, basiert auf der Skordatur Cis der 6. Saite und einem durchgehenden Barrée, der zahlreiche Flageolettes erzeugt, die mit normalen Tönen kombiniert werden.

Übersichtlich in zwei Systemen erscheint auch die Etüde Nr. 4, bei dem der alte Dedillo-Anschlag von Vihuela und Barockgitarre (Einsatz eines Fingers rechts als natürliches Plektrum) mit eingestreuten Flageolettes kombiniert wird. Zu der Gruppe der leichter umzusetzenden Stücke gehört auch die Etüde 6, die die Effekte der Saitenteilungen der vorangegangenen Stücke mit durch den Handballen abgedämpften Klängen des Etouffé kombiniert.

Vielschichtiger und anspruchsvoller sind die Etüden Nr. 8 und 9. Da ist genaues Studium des Notentextes gefragt, um die speziellen Dämpf-, Flageolett- und Barrée-Effekte zu kombinieren. Die Farbigkeit der ganzen Sammlung ist bei diesen Stücken auch dem Mut zu ungewöhnlichen Stimmungen zu verdanken.

Der Komponist fasst im Vorwort seine Gedanken in einem zentralen Satz zusammen: „Eigentlich geht es in diesem Werk nicht um die Techniken, sondern um die neuen Klänge." Dem ist nichts hinzuzufügen."

Lorenz Schmidt, Auftakt,3-2020

Abdruck mit freundlicher Genehmigung