Stahmer, Klaus Hinrich

Bergwind

  • for alpenhorn in D and wind sounds (tape/CD)

Work details

Year of composition
2021/22

Ausgaben

  • Purchase material

    Item number
    NM3463
    ISMN
    979-0-2032-5498-0
    EAN
    978-3-7333-2758-3
    €24.79incl. VAT, plus shipping

Description

Zu dem Spiel eines Alphornsolisten erklingt aus Lautsprechern eine elektronisch erzeugte Klangcollage aus Windgeräuschen, tiefen Alphorntönen und den Klängen einer Klanginstallation von Edmund Kieselbach. Diese Zuspielung schafft ein klingendes Ambiente für die Naturtöne des Alphorns und lässt im Zuhörer naturhafte Assoziationen, Bilder und Erinnerungen aufkommen. Die Musik folgt einer Dramaturgie. So schickt ein Alphornspieler zu Beginn in großer Ruhe vereinzelte Rufe ins Gebirge und hört nach einiger Zeit, wie ihm – zunächst verhalten und leise, dann immer stärker werdend – der Berg mit seinen Windklängen antwortet. Daraufhin setzt der Bläser seine Energie verstärkt ein und lässt sein Spiel intensiver werden. In die Windgeräusche, die aus den Lautsprechern als Antwort vom Berg kommen, mischen sich nun vereinzelt auch Töne des Alphorns, bis auf dem Höhepunkt des Dialogs zwischen Mensch und Berg ein voller Akkord erklingt. Das ist der Augenblick in dem das Alphorn seine tiefsten Töne einbringt. Vereint mit den Klängen des Bergs lassen sie eine ungeahnte Klangfülle entstehen. Doch dann werden die Bergklänge nach und nach immer leiser, bis sich der Alphornspieler von „seinem" Berg mit einem Danklied verabschiedet. Erinnerungen blitzen auf, das Spiel ist zu Ende.

"Die Naturtöne eines Alphorns werden mit einer elektronischen Zuspielung konfrontiert, die sich aus Windgeräuschen, tiefen Alphorntönen und Klängen einer Klanginstallation von Edmund Kieselbach zusammensetzt. Einsätziges, aus zehn Abschnitten bestehendes Stück, das mit verhaltenen Alphornrufen beginnt, im Zusammenwirken mit der Zuspielung zu einer volltönenden Klangschichtung anwächst und anschließend wieder solistisch verklingt. Freie Notation ohne festes Metrum, aber mit vielen Fermaten und Pausen, in denen immer wieder die zugespielten Windklänge und Alphorntöne zur Geltung kommen. Die Zuspielung schafft ein klingendes Ambiente für die Naturtöne des Instruments und lässt naturhafte Assoziationen, Bilder und Erinnerungen aufkommen; die meditative Grundhaltung kann durch zusätzliche Mikrofonierung des Alphorns verstärkt werden."

Stefan Drees, neue musikzeitung, April 2023