Wanke, Otto

Aer

  • for piano

Work details

Year of composition
2020

Ausgaben

  • Purchase material

    Item number
    NM4426
    ISMN
    979-0-2032-7245-8
    EAN
    978-3-7333-3763-6
    €14.80incl. VAT, plus shipping

Description

"[...] Otto Wanke [kann] schon jetzt auf eine beeindruckende Komponistenkarriere zurückblicken, die sowohl durch Aufführungen seiner Werke im Rahmen von internationalen Festivals als auch durch zahlreiche Preise gekennzeichnet ist. Ein charakteristisches Merkmal seiner Kompositionen ist die Übertragung von außermusikalischen Vorgängen in musikalische Prozesse, wobei – in Anlehnung an die Spektralmusik – die Analyse von Obertonspektren eine wichtige Rolle spielt. Das vorliegende Klavierstück aus dem Jahr 2020 wurde von der Malkunst des italienischen Futuristen Gerardo Dottori (1884–1977) inspiriert, der gerne Landschaften aus der Vogelperspektive malte. In Aer überträgt Wanke Dottoris „air-painting" auf die Musik. Die auf- und absteigenden Linien (schnelle Sechzehntel- und Zweiunddreißigstel-Folgen) symbolisieren die Flugbahn des Auges, das sich an den wechselnden Landschaften berauscht. So müssen die Finger natürlich über die Tasten fliegen. Die Edition des Verlags Neue Musik Berlin beinhaltet neben dem Notentext eine kurze Einführung aus der Feder des Komponisten sowie einen ausführlichen Lebenslauf desselben."

Robert Nemecek, PIANONews 4/2026

Abdruck mit freundlicher Genehmigung


„Inspiriert vom futuristischen Maler Gerardo Dottori (1884–1977) und dessen Versuchen, in seiner „aeropittura" die Erfahrung des Fliegens bildnerisch einzufangen, kreist das Stück um wiederkehrende Figuren, die sich in wechselnden Konfigurationen durch den Tonraum bewegen. Die einsätzige Komposition basiert auf einer durch spezifische Gestik, Intervallik, und Rhythmik geprägten Keimzelle, die zunächst variiert und dann mit einer alternativen Konfiguration konfrontiert wird, bevor beide Elemente auf unterschiedliche Art miteinander verschmolzen werden. Die Komposition eignet sich für Interpretierende ohne große Erfahrungen mit zeitgenössischer Musik. Sie erfordert eine abwechslungsreiche Wiedergabe der immer wieder von Neuem entfalteten und in ihren Details variierten Ton- und Intervallkonfigurationen."

Stefan Drees, neue musikzeitung, Oktober 2026

Abdruck mit freundlicher Genehmigung