Work details
- Year of composition
- 2013
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- Item number
- NM1697
- ISMN
- M-2032-2226-2
- EAN
- 978-3-7333-1275-6
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Description
„Ganze fünf Takte umfasst diese Klavierminiatur des deutsch-italienischen Komponisten Fabio Nieder (* 1957), mit der er seinem großen Mentor und Vorbild Luciano Berio (1925 - 27.05.2003) huldigt. [...] Zum Schluss zitiert und variiert Nieder die Melodie des sizilianischen Liedes „Si fussi pisci“, das Berio mehrmals in seinen Kompositionen verwendet hat. Es sind zwar nur wenige Töne und Figuren zu spielen in diesem Stück, aber die sind mit Webern’scher Akribie auskomponiert und sollten mit größtem Feingefühl artikuliert werden.“
Robert Nemecek in PIANONews 4-2014www.pianonews.de
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"1997 lernte ich in Salzburg Luciano Berio kennen. Er wurde sofort zu einem großen Mentor meiner Musik. Berio erteilte mir auch zahlreiche Kompositionsaufträge in seiner Eigenschaft als künstlerischer Leiter der „Accademia di S. Cecilia" in Rom, des Festivals „Musik im 21. Jahrhundert" in Saarbrücken, des Festivals „Attenzione Luciano Berio" in der Tonhalle in Zürich sowie des „Kunst-der-Fuge-EU-Projektes" des „Teatro Lirico" in Spoleto verbunden mit Lyon, Leipzig, den Haag, London, Turin.
Bis zu seinem Tod 2003 war mir unsere Freundschaft eine der wichtigsten meines Lebens.
Mein kleines Klavierfragment „27.5.2003–2013" zitiert und verändert am Schluss seine Bearbeitung des sizilianischen Liedes „Si fussi pisci". Diese Melodie hat Berio mehrmals in seinen Kompositionen verwendet: Sie wird zu einem zärtlichen „Duetto" für zwei Violinen und zu einer Chorbearbeitung. Er pflegte sie auch mit einer improvisierten Klavierbegleitung seinen Freunden vorzusingen.
Meine Liebe zu seiner Musik ist unermesslich.
Die Erinnerung an den Menschen unvergesslich."
Fabio Nieder, Haidenburg 2013
"Ein musikalischer Gedanke, fünf Takte lang und in ein angedeutetes Zitat mündend. Fragmentarische Struktur, aber im Detail akribisch ausformuliert. Offenes Ende mit Ausklingen im vierfachen Piano. Eine persönliche Erinnerung Nieders an seinen Förderer Luciano Berio zu dessen 10. Todestag."
Max Nyffeler, neue musikzeitung, Mai 2014
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Eingespielt von Aldo Orvieto auf CD Obraz, Stradivarius STR 37093
"Fabio Nieder gehört zu den im besten Sinne eigenwilligen Komponisten, der in keine gängige Schublade passt, auch nicht in die von „Minimalismus“ und „Einfachheit“. Nieders Klangpoesie wird gespeist von ganz unterschiedlichen volksmusikalischen Quellen, insbesondere Südosteuropas. Das Lied ist also – ob mit oder ohne Stimme – ein wesentlicher Impuls, so auch in diesem Portrait, das einen weiten Bogen schlägt von lyrischen Klavierstücken bis zu akusmatischer Musik. Da erfreuen Kleinode pianistischer Reduktion ebenso wie hybride Klangräume in schrägen Mischungen elektronisch angereicherter Vokal- und Perkussionsklänge."
Dirk Wieschollek, neue musikzeitung, Oktober 2018
Abdruck mit freundlicher Genehmigung
