Hirschfeld, C. René

π - Klang der Unendlichkeit

  • Klanginstallation von C. René Hirschfeld
  • elektronische Musik (Stereo)

Werkangaben

Kompositionsjahr
2022

Ausgaben

  • Kaufmaterial

    Artikelnummer
    NM3884
    ISMN
    979-0-2032-6528-3
    in Vorbereitung

Beschreibung

Die elektronische Klanginstallation steht im Stereo-Format zur Aufführung in Museen, Galerien, bei Veranstaltungen mit elektronischer Musik aber auch für Open Air - Veranstaltungen als WAV-Datei zur Verfügung.
Das Werk baut strukturell vollständig auf π auf. Verwendet wird hierbei sowohl π als Proportion in der Großform und der Binnenstruktur als auch die Folge der Ziffern in sich (bis zur Nachkommastelle 5.400), wobei die ganzzahlige 3 eine Sonderstellung einnimmt und musikalisch sozusagen den Grund bildet. Konsequenterweise liegt dieser Grundton, der tiefste Ton des Werkes bei 31,4Hz.
Da π eine natürliche Konstante ist, benutzt die Komposition auch nicht unser künstliches gleichstufiges Stimmungs-System, sondern die natürliche Obertonreihe. Die nicht-zyklische Unendlichkeit der Ziffernfolge von π birgt die Symbolik für den unendlichen, nicht wiederholbaren Fluss des Lebens, für die Einmaligkeit jeder Kombination von Gegebenheiten, jedes Lebewesens, jedes Erlebnisses, jedes Augenblicks. Formeln können derartige Zusammenhänge annähernd beschreiben oder erklären, aber uns Konzepte wie Zeit oder Unendlichkeit weder vermitteln und erlebbar machen. Dies ist den Künsten und, auf andere Art, auch der Spiritualität vorbehalten.
So ist das Werk auch durchaus nicht als „akustische Rechenaufgabe" konzipiert, sondern versucht die Frage nach dem Wesen von Transzendenz, ja Unendlichkeit musikalisch zu formulieren und möchte damit den Hörer zu einer eigenen, nicht-alltäglichen Wahrnehmung führen. In diesem Zusammenhang gibt es auch - in Form von bearbeiteten bzw. verfremdeten Zitaten - Verweise zu Komponisten der Vergangenheit, deren Werk diesem Thema in besonderer Weise nahe steht, sowie Zitate von Giordano Bruno und Nikolaus von Kues und das traditionelle indische Raga Shree.

Dauer: 52'22" (3.141,9 Sekunden)


www.renehirschfeld.de


"We met Caspar René Hirschfeld previously via his "Music for Piano Solo", which I reviewed in Fanfare 49:1. This is utterly uncompromising music, and Hirschfeld is certainly a deep thinker. Here, he presents a 52-minute electronic piece on the unending number π - Klang der Unendlichkeit (π – sound of infinity). While not unique in taking π as the basis of music (lovers of the Rocketboom podcast will know of what I speak), Hirschfeld's is a particularly profound meditation. The booklet includes an essay by Dr. Jobst Hiezig, "A mathematician's subjective observation on π", Hirschfeld's own essay "How does 3.14159 … sound?" and Korvin Reich's "Cosmic Expanses", all of which explore different aspects of this most mysterious of numbers. The booklet concludes with excerpts from Nikolaus von Kues's "De Coniecturis" and from the mystic Giordano Bruno's "De l'infinito, universe e mondi". […] The speaking voices one hears occasionally are the composer himself, Korvin Reich, and Fabrizio Nuro. Hirschfeld seems to concentrate on a sense of the unending: here is a piece that could never close with a perfect cadence. The point about pi is that it is nonrepetitive. Hirschfeld also points out the relationship of numbers to sound, via Pythagoras. And while the electronics takes us into cosmic realms à la Stockhausen, the musical quotes tend to suddenly "ground" the flow in human, sometimes remembered, experience (as do the voices). The natural overtone series is used as sound material instead of a tempered system, mirroring the actual state of π itself. The piece is an invitation to consider the eternal; it is also, the composer states, an invitation to experience a transcendent state through saturation in music. I did not quite achieve that, but the music is very impressive. Do give this a try: Hirschfeld is a very interesting composer, and everything about this disc, from recording to presentation, is excellent."

Colin Clarke, Fanfare, November/Dezember 2025