Werkangaben
- Kompositionsjahr
- 2012
- Opus
- op. 106
Ausgaben
Kaufmaterial
- Artikelnummer
- NM1686
- ISMN
- M-2032-2211-8
- EAN
- 978-3-7333-1264-0
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Beschreibung
„Der Hamburger Hans-Günther Allers (* 1935) hat neben seiner Tätigkeit als Musikpädagoge immer auch fleißig komponiert (Kompositions- und Klavierstudium in Trossingen), was sich schon bald auszahlen sollte. Mit der Zeit hat Allers ein imposantes Œuvre, bestehend aus Orchester-, Kammer- und Klaviermusik, hervorgebracht, für das er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde. Zuletzt erhielt er den zweiten internationalen Preis der Harald-Genzmer-Stiftung und der Hochschule für Musik und Theater München für seine Sonatine op. 100 für Klarinette und Klavier. Das Klavier ist in Allers Kammermusik fast immer mit dabei. Er hat aber auch immer wieder Stücke für Klavier solo geschrieben, wobei die Titel eine gewisse Vorliebe für klassische und romantische Gattungen verraten, die häufig mit bestimmten Komponistennamen verbunden sind: Bei Humoreske denkt man natürlich an Schumann, und bei Rhapsodie an Liszt. Doch war es nicht Liszt, sondern Rachmaninow, der Allers bei der Komposition seiner Klavier-Rhapsodie über die Schultern geschaut hat. In einem kurzen Vorwort schreibt der Komponist von seinem Wunsch, in die „virtuos-sensible Klangwelt Sergej Rachmaninows einzutauchen, mich in diesem Sinne auszudrücken. Möge es vielleicht mit dieser Rhapsodie gelungen sein?“ In gewisser Weise schon. Dabei verwendet Allers zwar keine Rachmaninow-Themen oder Motive, aber in der Art der Themengebung, ihrer Entwicklung und virtuosen pianistischen Umsetzung klingt das russische Vorbild stets hindurch. [...] So ein richtiges Rachmaninow-„Feeling“, wie Allers es beim Spielen empfinden mag, kommt allerdings nicht auf. Schon deshalb nicht, weil die Tonsprache von Allers sehr viel dissonanter ist, wodurch verhindert wird, dass man sich darin allzu wohl fühlt. Eine gelungene Hommage à Rachmaninow ist Hans-Günther Allers Rhapsodie aber allemal, und mit einer eleganten Technik ausgestattete Pianisten werden ihre Freude daran haben.“
Robert Nemecek in PIANONews 4-2014 www.pianonews.de
