Processional: Trilocke 1
- für kleine Trommel, große Trommel und großes Becken (3 Spieler)
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- NM1663a
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Beschreibung
abgedruckt im Sammelband Neue Töne – Musik für Percussion, Bd. 2: Ensemble
"Moritz Eggert, Jahrgang 1965, Komponist und Pianist, erhielt seit frühester Jugend Musikunterricht und konnte in verschiedenen Sparten einschlägige Erfahrungen sammeln. Im Jazz und Rock nicht weniger zu Hause als in der „E“-Musik, entwickelte er sich im Lauf eines vielseitigen Studiums zum Grenzgänger, der die Einflüsse seiner Kompositionslehrer Claus Kühnl und Hans-Ulrich Engelmann (Frankfurt), Wilhelm Killmayer und Hans-Jürgen von Bose (München) sowie Robert Saxton (London) mit den Eindrücken von Oper und Konzertsaal zu etwas unverwechselbar Eigenem zu verschmelzen verstand. Mit seinen nicht selten provokanten Bühnen- und Orchesterstücken hat er in kürzester Zeit in aller Welt die wichtigsten Podien erobert. Die beiden Solostücke Trilocke 1 und 2 sind Elemente einer riesig angelegten Open-Air-Komposition für drei Blaskapellen, Jazz-Big-Band, Bläserseptett und Kirchenglocken. Die Idee stammt eigentlich von Charles Ives, der sich vorstellte, wie er von einem Kirchturm aus das Umherziehen mehrerer Kapellen seiner Stadt beobachtete. Entsprechend „trivial“ geht es bei Eggert zu, und man muss sich jetzt das Ganze so vorstellen: Da marschieren drei Schlagzeuger, die wohl im Gewühl „ihre“ Kapelle verloren haben; sichtlich um Fassung bemüht, trommeln sie, wie sie es gewohnt sind. Das hat etwas von der Ironie Gustav Mahlers. Das Stück kann im Sinn der One-Man-Percussion-Band sehr gut von nur einem Perkussionisten aufgeführt werden, man „darf“ aber auch drei Spieler damit beschäftigen, Hauptsache, es wird eine Szene!"
Prof. Dr. Klaus Hinrich Stahmer