Allers, Hans-Günther

Paganissimo

  • Introduktion und elf Variationen
  • für Klavier zu 4 Händen

Werkangaben

Kompositionsjahr
2016
Opus
op. 122

Ausgaben

  • Kaufmaterial

    Artikelnummer
    NM2550
    ISMN
    M-2032-3154-7
    EAN
    978-3-7333-1753-9
    €26.79inkl. MwSt., zzgl. Versand

Beschreibung

„Der Hamburger Komponist und Musikpädagoge Hans-Günther Allers (* 1935) hat ein recht vielgestaltiges, ein nahezu alle Gattungen und Genres umfassendes Oeuvre hervorgebracht, in dem das Klavier eine bedeutende Stellung einnimmt. In Allers Kammermusik ist es so gut wie immer dabei, und das Soloklavier hat er ebenfalls mit zahlreichen Kompositionen bedacht, die in ihrer pianistischen Schreibweise, Tonsprache und Habitus die große romantische Klavierliteratur fortschreiben. In seiner Klavier-Rhapsodie, Fantasie oder auch den Stimmungsbildern sind Komponisten wie Schubert, Mendelssohn, Liszt und Rachmaninow im wahrsten Sinne des Wortes mit Händen zu greifen. Mit Paganissimo für Klavier zu vier Händen ist es ganz ähnlich. Denn es handelt sich um nichts anderes als um Variationen über das berühmte a-Moll-Thema aus Paganinis Caprice Nr. 24, das sich seit Liszts Variationen in der 6. Paganini-Etüde gerade bei Klavier-Komponisten wie Brahms und Rachmaninow bis hin zu Marc-André Hamelin großer Beliebtheit erfreut. […]

Allers lässt sich insgesamt elf Variationen einfallen, in denen er das unverwüstliche a-Moll-Thema einfallsreich abwandelt. Interessanterweise belässt er es aber nicht bei diesem einen Thema, sondern stellt ihm ein weiteres, durch Taktwechsel, Tonrepetitionen und Skalenläufe charakterisiertes Thema zur Seite, das bereits in der Introduktion vorgestellt wird. Dieses zweite Variationsthema kommt auf unterschiedlichste Weise zum Einsatz und ermöglicht einen ausgesprochen kontrastreichen Variationsverlauf. Auch die musikalischen Charaktere der Variationen sind kontrastierend angelegt und changieren zwischen lyrisch-melodisch, tänzerisch-rhythmisch oder auch beides zusammen. Variation 8 ist eine witzige Bolero-Parodie. Bis zur Finalvariation steigert Allers das Tempo bis zum Prestissimo semplice und leitet attacca über ins Finale, in der auch das zweite Thema reminiszenzartig wiedererscheint. Das ist mit ganz viel Humor komponierte Rhythmen und Klangformen vermeidet und auch das Zusammenspiel nicht unnötig erschwert. Deshalb sollten auch Klavierduos mit Amateurstatus damit eigentlich gut zurechtkommen Auf jeden Fall stellen Hans-Günther Allers Paganini-Variationen eine höchst willkommene Bereicherung des vierhändigen Klavierrepertoires dar.“

Robert Nemecek in PIANONews 4-2018 www.pianonews.de