Froleyks, Stephan

not yet near day

  • für sieben Schlagzeuger mit Tontöpfen und Vogelstimmen

Ausgaben

  • Leihmaterial

    Artikelnummer
    NM11121
    ISMN
    M-2032-1146-4
    Leihweise

Beschreibung

"not yet near day entstand im Frühjahr 2008 im Auftrag der Kunststiftung NRW und des Landesmusikrats NRW für SPLASH, das JugendPerkussionsEnsemble NRW. Jeder Spieler des Schlagzeug-Septetts bedient eines von sieben identischen Instrumenten-Sets mit Blumenkästen unterschiedlicher Größe, die seitlich liegend auf Ummantelungen von Heizungsrohren o. ä. gelagert werden. Die genauen Tonhöhen sind nicht festgelegt, drei der Spieler benötigen eine Vogelstimme (Nachtigall).
not yet near day ist eine mit extrem reduziertem Material arbeitende Ensemblekomposition, die die aus der „Unsauberkeit“ der verwendeten Instrumente resultierenden Klangschwebungen produktiv nutzt. Minimalistische Variationen und Rückgriffe auf Verzahnungstechniken des indonesischen Gamelan lassen die gong- und glockenartigen Klänge beständig in sich kreisen und sich kontinuierlich austauschen, auf- und abbauen. Obwohl über weite Strecken pulsgebunden und stringent gefügt, endet das Stück mit einem frei-rhythmischen Notturno."

Stephan Froleyks

 

CD-Aufnahme: SPLASH, 2009 erschienen bei CC ClassicClips, No. CLCL 115 
Werke von Varèse, Limbrick, Kopetzki, Reich, Froleyks und Rouse

„SPLASH – Perkussion NRW ist das Landesjugendschlagzeugensemble des Landes Nordrhein-Westfalen unter Leitung von Ralf Holtschneider und Stephan Froleyks. Die CD ist eine Koproduktion mit dem Deutschlandfunk. Zu hören sind neben den „Klassikern“ Ionisation (1931) von Edgard Varèse und Music for Pieces of Wood (1973) von Steve Reich und einem weiteren „älteren“, weniger bekanntem Werk Bonham for eight percussionists (1988) von Christopher Rouse drei Ersteinspielungen: Machine for Living (2009) von Simon Limbrick (*1958), Marimba Splash – Concertino for two Marimbas and four Percussionists (2009) von Eckart Kopetzki (*1956) und Not yet near day (2009) von Stephan Froleyks (*1962). [...]  Sieben Spieler spielen je sieben Metallblumenkästen unterschiedlicher Tonhöhen, die jeweils eine quasi aleatorische, nicht gestimmte Skala bilden. Allerdings werden hier durch Anschlagsart und -mittel doch sehr unterschiedliche Klänge erzeugt – verblüffend, wie ausdrucksstark ein Blumenkasten auch ohne Flora sein kann. Das Stück erinnert sehr an indonesische Gamelanmusik und bringt damit wieder eine völlig andere Klangwelt zu Gehör.
Die CD ist sowohl unter künstlerischem als auch unter aufnahmetechnischem Gesichtspunkt sehr gut. Sie bietet ein abwechslungsreiches und interessantes Programm, das sicher nicht nur eingefleischten Liebhabern von Perkussionsmusik gefallen dürfte.“

Axel Fries, das Orchester, Februar 2011

 

"Es bleiben die wertvollsten Entdeckungen dieser glänzend musizierten und technisch perfekt aufgenommenen Platte, nämlich Simon Limbricks Machine for Living und Stephan Froleyks Not yet near day. [..] In (Stephan Froleyks) Studie bilden die sieben Blumenkästen eine siebentönige Skala; die Klänge sind faszinierend, naturhaft, und werden zusätzlich programmatisch aufgeladen durch das naturalistische Vogelgezwitscher. [..] Alles in allem ein Plädoyer für die exzellenten Musiker von SPLASH und dafür, komplexe Neue Musik mit exzessiver Schlagzeugbeteiligung zu schreiben – ohne auf den erfolgreichen, aber doch flachen Pop zu schielen."

Michael B. Weiß, www.klassik-heute.de, 26.05.2010