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- NM1662f
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Beschreibung
abgedruckt im Sammelband Neue Töne – Musik für Percussion, Bd. 1: Solo
"Wilfried Hiller (*1941) kam früh zur Musik. Anfänglich von Komponisten wie Boulez, Maderna und Stockhausen beeinflusst, deren Musik er als Teilnehmer der Darmstädter Ferienkurse kennenlernte, nahm er auf Anraten seines Mentors und späteren Freundes Karl Amadeus Hartmann nach Beendigung der Schulzeit ein breit gefächertes Studium an der Hochschule für Musik München auf und konnte – ausgebildet als Komponist von Günter Bialas sowie in den Fächern Opernregie, Schlagzeug und Pauken – Erfahrungen in verschiedensten Musikerberufen sammeln, ehe er sich schwerpunktmäßig der Komposition zuwandte. Wegweisend für diesen Weg war auch sein Lehrer-Schüler-Verhältnis zu Carl Orff. Seit 1971 wurden Hillers Werke für das Musiktheater entscheidend durch die Zusammenarbeit mit seiner Frau geprägt, der Schauspielerin Elisabet Woska. Größte Bühnenerfolge erzielte er mit Werken, die in Zusammenarbeit mit Michael Ende entstanden. Ungewöhnlich besetzte Klangkörper sind eines von Hillers Markenzeichen, und stets erfindet er seine Musik aus der unmittelbaren Klangerfahrung heraus. In Nachruf ist es eines der ältesten Kultinstrumente aus dem griechisch-orthodoxen Ritus, das sogenannte σημαντήριον [Semantèrion] oder auch σήμαντρον [Sèmantron], ein großes, mit einem oder zwei Schlägeln angeschlagenes Holzbrett, dessen weithin hörbare Klänge der Komponist auf dem Berg Athos erlebt hatte. Fasziniert von deren elementarer Kraft und Spiritualität, schrieb er zum Karfreitag 2013 den „Nachruf“ als Teil einer größer angelegten Komposition, der auf Texten von Ronald Stuart Thomas basierenden „Gedankensplitter“. Bei der Aufführung sollte das Brett nach Möglichkeit vor einem geöffneten Flügel mit geöffnetem rechten Pedal hängen und mit Holzschlägeln oder japanischen Holzstäben gespielt werden."
Prof. Dr. Klaus Hinrich Stahmer