Spring, Rudi

Miniaturzyklus

  • für Trompete in B, Posaune und Klavier

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    NM2479c
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Beschreibung

abgedruckt im Sammelband Neue Töne – Musik für Trompete & Posaune

"Rudi Spring (geb. 1962) erhielt als Neunjähriger den ersten Kompositionsunterricht bei Alfred Kuppelmayer, ehe er mit 16 Jahren ein Kammermusikstudium bei dem Cellisten Heinrich Schiff begann, mit dem er später auch als Duo-Partner und Komponist zusammenarbeitete. An der Hochschule für Musik und Theater München studierte er 1981–86 Komposition bei Wilhelm Killmayer und Heinz Winbeck sowie Klavier bei Karl-Hermann Mrongovius. 1987 wurde er dort Lehrbeauftragter für Korrepetition, Gehörbildung, Analyse und Tonsystematik; seit 1999 für Liedgestaltung. Mehrfach mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet (u.a. Villa Massimo 2005; Kulturpreis der Stadt Lindau 2012), gestaltete Rudi Spring als Liedbegleiter und Pianist mehrere CDs, darunter auch mit Aufnahmen eigener Stücke. Kompositorischer Schwerpunkt ist das weite Feld der Kammermusik, gefolgt vom Lied und Werken für Kammerorchester (u.a. vier Kammersinfonien). – In dem Miniaturzyklus (2015) dreht sich der gesamte musikalische Verlauf um eine Mittelachse in Form des langsamen Satzes En Strandvisa [Schwed.: „Ein Strandlied“]. Hier baut der Komponist eine lyrische Stimmung auf, die sich deutlich von der strukturellen Härte der beiden „Kanonyme“ abhebt. Mit der eigenwilligen Bezeichnung dieser beiden Sätze wird der Spieler auf eine kompositorische Besonderheit aufmerksam gemacht: Es handelt sich um einen einzigen Kanon, der in zweierlei Gestalt erklingt und damit in die Familie der auch schon von J. S. Bach gepflegten Spiegelkanons gehört. Den Spielern sei es indessen vorbehalten, all die Spiegelachsen im Lesen ausfindig und im Spiel für den Hörer erlebbar zu machen. Eingerahmt wird der Mittelblock von zwei spielfreudigen Vortragsstücken, deren Melodien die motivische Einheitlichkeit des ganzen Zyklus unterstreichen: Auch hier geht es um kleine aus Groß- und Kleinsekunden bestehende Zellen, wie sie beispielsweise auch im berühmten B-A-C-H-Motiv zu finden sind."

Prof. Dr. Klaus Hinrich Stahmer

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