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- Artikelnummer
- NM827
- ISMN
- M-2032-0897-6
- CD-Nummer
- kr10122
- EAN
- 978-3-7333-0408-9
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Beschreibung
„Klaus Hinrich Stahmers kompositorische Aktivität wird durch vielerlei Einflüsse geprägt. Der 1941 geborene Komponist suchte zunächst die Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern, die zahlreiche, auch multimediale Projekte nach sich zog.
In der Folge entstanden sowohl pazifistisch motivierte als auch von außereuropäischer Musik inspirierte Werke. Die vorliegenden vier Poeme sind heterogene Einzelstücke, die aber auch durchaus als Zyklus dramaturgisch gerundet erscheinen. Was Stahmer hier lyrisch-episch mitteilen will, gibt er erst am Ende der Stücke als potentiellen Titel preis.
Die beiden mittleren Stücke sind Hommagen, die motivisch aus den Tönen der Namen Peter Michael Hamels und Hans Ottes gespeist werden. Dieses Tonmaterial formt Stahmer zu Intervall- und Akkord/Cluster-Formationen, die mit Hilfe des Pedals an Klangvolumen gewinnen. Das erste Stück steht unter dem Eindruck eines plötzlichen Lichteinfalls (siehe Cover!) und lebt von der Repetition eines absolut sparsam konzipierten Akkordschemas. Das vierte Poem ist ein Gebet an die Nacht, ein Requiem, welches in Anlehnung an das Gedicht „Ageless Night“ des Südafrikaners Sandile Dikeni entstand: Die Seele des Verstorbenen soll mit den Sternen im Einklang sein. Ein leises Stück, zumeist im oberen Violinschlüssel-Bereich angesiedelt, pedalbestimmt.
Da vermag auch eine vorhandene rhythmisch-metrische Bewegtheit die Ruhe nicht zu stören. Die Schwierigkeit bei der Interpretation liegt mehr im tonlich-sinnlichen Bereich, ist aber durchaus auch von Schülern mit entsprechend großer Hand spielbar.“
Anke Kies, neue musikzeitung, Februar 2011
„Das Wechselspiel von Licht und Schatten, das Kaleidoskop der Farben, die sich in einem Prisma brechen: Seit jeher haben Künstler versucht, diese Eindrücke in ihr Medium zu übertragen. (…) Auch dem ersten der „four poems“ für Klavier („sudden brightness“) liegt die Idee eines (plötzlichen) Lichteinfalls zugrunde. (…) Auch Stahmer hält sich an die Konvention: Ein von knirschenden Septimen und Sekunden geprägter Mehrklang in der oberen Mittellage des Klaviers – „brillante“ zu spielen – reißt den Schleier von der Dunkelheit und wirbelt „musikalische Staubkörnchen“ auf (dargestellt von einigen gleichmäßig nachzitternden Nonen und verminderten Quinten). (…) Freundschaftlich-heiter präsentieren sich die beiden mittleren „poems“. Sie verstehen sich als klingende Geburtstagsgrüße für zwei Komponisten-Kollegen und spielen mit den Tönen aus den Namen Peter Michael Hamel („A poem for Michael“) und Hans Otte („Some chords for Hans“).
Ernsthaft und grüblerisch zeigt sich die letzte der vier Miniaturen: „Night with stars – a prayer“. (…) Inhaltlich und strukturell folgt es dem Gedicht „Ageless night“ des südafrikanischen Dichters Sandile Dikeni; ein Requiem aus Tönen wie ein einziges Ein- und Ausatmen, in neun kleine Abschnitte gegliedert, die unverfugt nebeneinanderstehen. (…) Ein gutes Stück, um etwa Klavierschüler, die ihre erste Brahms-Sonate bewältigt haben, in die Klangwelt der Neuen Musik einzuführen.“
PIANONews 3-2009 www.pianonews.de
