Cavallari, Andrea

Ficciones

  • für Klavier

Werkangaben

Kompositionsjahr
2011/14

Ausgaben

  • Kaufmaterial

    Artikelnummer
    NM1543
    ISMN
    M-2032-1980-4
    EAN
    978-3-7333-1113-1
    €18.80inkl. MwSt., zzgl. Versand

Beschreibung

„Der Titel – auf Deutsch „Fiktionen“ – des neuen Klavierwerks (2011-2014) bezieht sich auf eines der Hauptwerke von Jorge Luis Borges (1899-1986). Der in den USA geborene italienischstämmige Komponist Cavallari benennt Berio, Ligeti und Cage als seine Anreger. Die virtuosen und farbenreichen sieben Sätze können einzeln oder in beliebiger Zahl und Folge aufgeführt werden. Die komplexe Klavierpartitur ist auf großformatigen Bögen gut lesbar dargestellt. […] Zum Einstieg sei Nr. 6a empfohlen, ein extrem schnelles perpetuum mobile.“

Peter Roggenkamp, neue musikzeitung, Mai 2015

Abdruck mit freundlicher Genehmigung


„Andrea Cavallari (* 1961) ist ein vielseitig interessierter Komponist, dessen Inspirationsquellen ebenso in der Musik (seine Lehrer waren Luciano Berio und Franco Donatoni) wie in der bildenden Kunst und Literatur zu suchen sind. Davon legt auch sein aus sieben kurzen Klavierstücken bestehender Klavierzyklus „Ficciones“ beredt Zeugnis ab. Cavallari versteht den Zyklus als Hommage an den argentinischen Schriftsteller Jorge Luis Borges, wobei der Titel direkt auf eines seiner berühmtesten Bücher anspielt. „Ficciones“ beinhaltet mehrere Erzählungen, die in einer präzis-sachlichen Sprache von Welten, Bibliotheken, Autoren, Büchern und Sprachen handeln, die allein der Fantasie des Autors entsprungen sind. Damit hat Borges den magischen Realismus begründet. Alle sieben Klavierstücke von Cavallaris Klavierzyklus tragen Titel aus Borges Erzählband und deuten einen direkten Zusammenhang mit dem literarischen Vorbild an. […] Auf der formalen Ebene gibt es noch ein paar Aspekte mehr, die sich mit Borges in Verbindung bringen lassen. Wenn man die sieben Stücke durchgeht, stellt man nämlich fest, dass grundlegende Elemente des ersten Stücks „Uqbar“ in den anderen Stücken in immer neuen Kombinationen und Transformationen auftreten. Das erinnert an Borges universelle Bibliothek, die alles nur denkbare Wissen enthält, das in stets neu kombinierter Wiederholung angeordnet ist. Diese Idee kehrt im Klavierzyklus auf der großformalen Ebene wieder, da die Abfolge der Stücke variiert werden kann.[…]“

Robert Nemecek in PIANONews 2-2015 www.pianonews.de

Abdruck mit freundlicher Genehmigung