Werkangaben
- Kompositionsjahr
- 1978
- Opus
- op. 9
Ausgaben
Kaufmaterial
- Artikelnummer
- NM4490
- ISMN
- 979-0-2032-7329-5
- EAN
- 978-3-7333-3830-5
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Beschreibung
„Mit seinen Bagatellen hatte Beethoven eine neue Gattungstradition begründet, die allerdings erst sehr viel später von Komponisten wie Franz Liszt, Antonín Dvořák und Béla Bartók aufgegriffen und fortgeführt wurde. 1978 reihte sich der Hamburger Komponist Hans-Günther Allers (1935-2024) in diese illustre Komponistenreihe ein, wobei er seine Elf Bagatellen op. 9 mit einem pädagogischen Anliegen verband. „Jedes Stück enthält – neben seiner musikalischen Ausdruckswertigkeit", so der Komponist im Vorwort zur Edition, „eine gewisse etüdenhafte Substanz." Der Zusatz „in progressiver Folge" weist auf den wachsenden Schwierigkeitsgrad hin. Dieser Prozess beginnt schon im Verlauf des ersten Stücks, das mit einer einstimmigen Melodie beginnt, die zunächst auf beide Hände verteilt, anschließend dreistimmig fortgeführt und von einer ostinaten Figur begleitet wird. Diese Elemente kehren in den darauffolgenden Stücken in abgewandelter Form wieder. Mit jedem neuen Stück kommen neue Spieltechniken dazu: liegende Töne, Synkopen, über Kreuz spielende Hände etc. Dabei spart Allers nicht mit Fingersätzen, deren Zweckmäßigkeit er manchmal in einer Fußnote erläutert. Die vom Komponisten wie beiläufig erwähnte „musikalische Werthaftigkeit" macht aus diesen Bagatellen kleine, aber feine Charakterstücke, die in Form und Ausdruck ganz unterschiedlich geraten sind. Die freitonale und daher recht dissonante Tonsprache unterstützt den individuellen Zuschnitt der Stücke. Da der Schwierigkeitsgrad an keiner Stelle über mittelschwer hinausgeht, sind diese Bagatellen bestens geeignet, um Schüler und Studenten an die Musik der Moderne heranzuführen. Die Edition des Berliner Verlags Neue Musik präsentiert den Notensatz mit kraftvollem Notenstich und ansprechendem Grafikdesign. […]"
Robert Nemecek, PIANONews 3/2026
Abdruck mit freundlicher Genehmigung