Schedl, Klaus

Blutrausch

  • für elektrifiziertes Orchester

Werkangaben

Besetzung
2(2Picc).1.2(2Basskl).0. - 4.0.4.1 - S(3) - E-Git - Sti - Klv - Keyb - Akk - Str(6.0.2.4.4.)
Kompositionsjahr
2016

Ausgaben

  • Leihmaterial

    Artikelnummer
    NM11660
    ISMN
    M-2032-3113-4
    Leihweise

Beschreibung

"[...] Programmatisch noch weiter geht Klaus Schedls "Blutrausch" für Orchester und Elektronik als rabiate Absage an ein Kunstideal der Menschheits-Veredelung. Schedl geht es um Tötungslust, etwa von Kindersoldaten - und um den Dreischritt von Hasspredigt, Entmenschlichung des Gegners und Massaker. Das Werk ist eine Gewalt-Phantasmagorie, voll von Kreischen und Lärm, doch nicht deskriptiv. Sie zielt auf Darstellung entfesselter Gewalt-Phantasien, die sich hier in bisweilen paranaturalistischem Bruitismus summieren. Dass sich Schedl mit dieser Horrorwelt identifiziert, ist zu bezweifeln, ihm Sympathie für Unmenschlichkeit zu unterstellen, absurd. Eher fühlt man sich in das Dilemma etwa von "Sacre" versetzt, bei dem das grausige Opfer-Ritual zwar Sujet ist, aber keineswegs zur Identifikation einlädt."

Gerhard R. Koch zur Uraufführung bei den Donaueschinger Musiktagen 2016, in: neue musikzeitung, November 2016

Abdruck mit freundlicher Genehmigung