Hespos, Hans-Joachim

aglaja

  • für 2 Violinen

Werkangaben

Kompositionsjahr
2019

Ausgaben

  • Kaufmaterial

    Artikelnummer
    NM3059
    ISMN
    M-2032-5878-0
    EAN
    978-3-7333-2308-0
    €29.99inkl. MwSt., zzgl. Versand

Beschreibung

Spieldauer: 15' und länger


Beunruhigendes musikalisches Psychogramm eines Menschen in existenzieller Bedrängnis, bei dem im Duo anhand meist geräuschhafter Spielweisen Extreme des Ausdrucks, damit von Artikulation, Dynamik und Tempo ausgelotet werden – schwankend zwischen Zusammenhalt und Dissoziation.
Linear angelegte, durch Stillen oder ephemere Aktionen perforierte Außenteile umrahmen einen aus zwei Materialvorräten (mit je elf meist komplexen Aktionsfeldern) nach verbalen Vorgaben und Verlaufsplan frei zu speisenden turbulenten Mittelteil, darin ein fragiler Einschub zu platzieren ist.
Teils lineare, teils modulare Notation, mit vielen verbalen Anweisungen, exakten Dauernangaben für Einzelaktionen oder Aktionsfelder und zahlreichen Symbole für neue Spielweisen.
Für das Duo Gelland komponiertes, stark aufrüttelndes Epitaph als Geste der Solidarität mit den zerbrechlichen Seelen in einer menschlich unheilvollen Welt, hier der rumänisch-schweizerischen Dichterin Aglaia Veteranyi (1962–2002), „die in die Kälte des Zürichsees ging, um zu ertrinken".

Michael Zwenzner, neue musikzeitung , Februar 2022

Abdruck mit freundlicher Genehmigung