Werkangaben
- Kompositionsjahr
- 2021
Ausgaben
Kaufmaterial
- Artikelnummer
- NM3347
- ISMN
- 979-0-2032-5340-2
- EAN
- 978-3-7333-2625-8
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Beschreibung
Vol. 1: Elba:
1. Madonna del monte
2. La nave affondata a Pomonte
3. Sulla strada di Sant' Andrea
4. L´anguria
5. I mufloni del Monte Capanne
6. Scirocco a Marina di Campo
7. Franco Cioni sulla Piazza di Portoferraio
8. Gli spaghetti al pomodoro della signora Maccari
9. Il Corriere della Sera in stazione
10. Il guidatore dell' autobus, dall' aspetto di Belmondo ma brutto, che percorre le strade a serpentina
11. Tracce nella sabbia
12. Marciana alta
Vol. 2: Roma:
1. Il pavone bianco
2. Pinoli di Roma
3. I resti delle mura etrusche
4. Piazza Navona
5. Cachi stramaturi
6. Il gatto Fumo e Carlo Collodi
7. Le stanze di Raffaello
8. Palestrina
9. Le terme di Caracalla
10. La casa di Bulgari
11. Pozzanghere di pioggia
12. Il lago di Nemi
„Jobst Liebrecht ist eine erstaunlich vielseitige Musikerpersönlichkeit. Einerseits verfolgt er seit vielen Jahren eine Dirigentenkarriere, die den gebürtigen Hamburger ans Wiener Hoftheater sowie an verschiedene andere Opern- und Konzerthäuser im In- und Ausland führte. Seit 2013 leitet er zusammen mit Gerhard Scherer das Landesjugendensemble Berlin. Andererseits ist Liebrecht Komponist, als welcher er in seinem 58. Lebensjahr auf ein erstaunlich breites Œuvre verweisen kann [...]. Liebrechts Werke werden weltweit aufgeführt. In einer kurzen Selbstauskunft schreibt der Komponist: „Wenn ich eine umfassende Vision benennen sollte, dann sind es Freude, Trost und Gemeinschaft, die meine Musik dem Hörer bringen möge. In den letzten Jahren habe ich mich deshalb verstärkt großen, erzählerischen musikalischen Formen zugewandt." Letzteres ist zwar in erster Linien auf die Sinfonien gemünzt, passt aber auch auf den 2021/2023 komponierten und jüngst beim Verlag Neue Musik erschienenen Klavierzyklus „24 cartoline colorate per tasti in bianco e nero". Ein Zyklus mit 24 Klavierstücken, die prall gefüllt sind mit Erinnerungen an frühere Italienreisen, ist zweifellos eine große, erzählerische musikalische Form. Mit dem Zusatz „für weiße und schwarze Tasten" deutet der Komponist übrigens an, dass auch Cembalo, Orgel oder Akkordeon als Instrumente in Frage kommen. Liebrecht gliedert den Zyklus in zwei gleich große Teile, wobei Teil I, der mit Jugenderinnerungen an die Insel Elba aufwartet, pianistisch etwas einfacher gestrickt ist als Teil II, in dem der Komponist seine Erinnerungen an Rom in klingende Klavierminiaturen verwandelt. Der lineare, häufig mit heftigen Dissonanzen angereicherte und zugleich hochkonzentrierte Klavierstil erinnert ein wenig an den späten Erik Satie, mit dessen reich bebildertem Zyklus „Sports et divertissements" die „24 cartoline colorate per tasti in bianco e nero" in mancherlei Hinsicht verwandt sind. Liebrechts rhythmisch-metrische Schreibweise ist zwar wesentlich vertrackter, aber das Bemühen um eine Übersetzung visueller Phänomene in plastische Tonbilder ist dasselbe. Die Darstellung eines aufgefächerten Pfauenrads durch gebrochene Akkorde („Il pavon bianco") oder die Nachahmung des Sciorocco-Windes durch auf- und absausende Sechzehntel-Septolen sollte sich eigentlich jedem erschließen. Bei weniger prägnanten Sujets – die Zimmer des Raffael, die Thermen von Caracalla – ist es die Aufgabe des Interpreten, nach dem Zusammenhang von Sujet und Musik zu suchen, um seine Einsichten in die Interpretation einfließen zu lassen. Wem das gelingt, der wird seine Freude an diesem pittoresken Postkarten-Album aus Italien haben."
Robert Nemecek in PIANONews 5-2023 www.pianonews.de
Abdruck mit freundlicher Genehmigung
„In 24 kurzen, mit Titeln versehenen Miniaturen lässt der Komponist unter Rückgriff auf freie Tonalität unterschiedlichste Erinnerungen an das Sehnsuchtsland Italien lebendig werden; deren Anordnung innerhalb eines „Postkartenalbums" erfolgt in zwei großen Abteilungen. Jedem einzelnen Stück liegt ein melodischer, harmonischer oder klanglicher Gedanke zugrunde, der seiner individuellen Gestalt entsprechend ausgearbeitet wird und damit auch die meist einfache Formgebung bestimmt. Einzelne Stücke sind nur in einem System notiert; gelegentlich wird das Aushalten von Noten über Taktgrenzen hinweg mit Ligaturstrichen statt mit Bindebögen angedeutet. Die Miniaturen können als vollständiger Zyklus oder auch in einer Auswahl erklingen. Sie lassen sich auf allen Tasteninstrumenten (Klavier, Orgel, Cembalo, Synthesizer, Harmonium, Akkordeon) wiedergeben und erfordern eine entsprechende Einrichtung für die Spielpraxis."
Stefan Dress, neue musikzeitung, Oktober 2024
Abdruck mit freundlicher Genehmigung
